Sprecherziehung und Rhetoriktraining bei Tübingen

Hörprobe kraftvoll© SPRECHEN.mp3
MP3-Audiodatei [11.4 MB]

 

Sprecherziehung und Rhetorik bei Tübingen im Einzelunterricht bei Dipl.-Gesangspädagoge Cornelius Beck verstärkt Ihre Wirkung und verleiht Ihren Worten Flügel. Möglich in jeder Lebensphase und auf jedem Kenntnisstand!

  
Typische Anwendungsbereiche sind öffentliche Reden, Präsentationen und Medienauftritte. Logischer Aufbau, abwechslungsreiche Gestaltung und eindringliche Darbietung verhelfen Ihrer Rede schnell zum Ziel.

 

Aber auch bei Gruppenleitung, Moderation, Lehre und Erziehung brauchen Sie eine belastbare Sprechtechnik und eine reflektierte Rhetorik. In Verhandlungen und im mündlichen Verkauf und Vertrieb sind Sie existenziell auf eine geschulte Stimme und eine versierte Rhetorik angewiesen.

 

Alltag

Beruf

Stage

Studio

Akzent

 

Aufnahmeprüfungen und Abschlussprüfungen in Schule, Studium und Beruf profitieren genauso wie das Vorstellungsgespräch von dem, was Sie in der Sprecherziehung und im Rhetoriktraining lernen.

 

Künstlerische Gestaltung kommt beim Vorlesen in der Pädagogik, auf der Bühne und in der Medienproduktion zum Einsatz. Hier erschließt die Sprecherziehung riesige Gestaltungsfelder. Das Vorlesen wird zum cineastischen Erlebnis. Mit mit dramaturgischem Know-How und szenischer Dichte unterhalten und erfreuen Sie Ihr Publikum.
 
Körperliche Arbeitsfelder des Stimmtrainings sind z.B. Artikulation, Atmung, Körperhaltung und Stimmhygiene. Menschliche Arbeitsfelder sind u.a. Selbstvertrauen und Souveränität. Die Körpersprache wird als einflussreicher Faktor Ihrer Botschaft entschlüsselt. Sie entwickeln eine gewinnende und charmante Art zu Reden und zu Überzeugen.

 

Ihre Formularnachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie haben folgende Daten eingegeben:

Jetzt E-Mail-Adresse eintragen und Probestunde ausmachen:

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingaben in den folgenden Feldern:
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

Auszüge aus kraftvoll © SPRECHEN: Durch Rhetorik überzeugen von Cornelius Beck

 

01 Wie Sie Menschen mit der Stimme berühren

 

Unsere Stimme vermittelt unseren Zuhörern viel mehr als Worte. Genau wie bei der Körpersprache zeigen wir über den Stimmklang auch unsere Haltung zum Gegenüber, zum Gegenstand, über den wir reden, und zu uns selbst. Fühlen wir uns wohl oder stört uns irgendetwas? Die Zuhörenden werden es an unserem Stimmklang erkennen. Finden wir unser Redethema spannend oder langweilig? Unsere Satzmelodie wird es verkünden. Wollen wir auf unser Publikum oder unsere Gesprächspartner zugehen oder würden wir am liebsten im Erdboden versinken? Der Klang unserer Stimme wird es nicht verhehlen können.

 

Wenn Sie bei anderen landen und Ihre Stimme unter die Haut geht, wird sich etwas verändern. Menschen fühlen sich angesprochen und gemeint. Sie wollen hinhören, weil Sie ihnen auf mehreren Ebenen eine Brücke bauen. Zu Ihren Gefühlen und Visionen, zu Ihren Zielen und Ihrer Aufmerksamkeit. Manchmal werden Sie auch durch Schweigen eine Wirkung erzielen. Indem Sie Menschen nahe sind, ohne Sie „zuzutexten“. Denn Sie sind sich Ihrer Worte und Ihrer Wirkung bewusst geworden und setzen sie nur dort ein, wo sie angebracht sind. Sie brauchen dann keine Ähms und keine Ausflüchte, keine Phrasen und keine Selbst-Entschuldigungen mehr und Sie langweilen Menschen nicht mehr mit Dingen, die für sie irrelevant sind. Sie entdecken Ihre eigenen Worte als einen Schatz, der für die Zuhörenden wertvoll werden kann. Denn Ihre Körpersprache, Ihre Wortwahl und Ihr Stimmklang strahlen eine Klarheit und Direktheit aus, die die Zuhörenden erreicht. Alles andere lassen Sie weg. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


02 Wie Sie Ihren Stimmklang durch ­Vorstellungen beleben   

 

Gehen Sie doch mal alleine in der Natur spazieren und sprechen Sie ungefiltert aus, was Sie sehen: Ein Baum, den der Wind bewegt. Ein farbenfroher Schmetterling. Eine kahle Felswand. Eine bunte Blumenwiese. Eine breite Brücke. Eine neugierige Hummel usw. Nutzen Sie auch einsame Autofahrten dazu, einfach auszusprechen, was sie in der Landschaft sehen. Nehmen Sie sich dann Zeit, den Dreischritt – Objekt wahrnehmen, Atem spüren, Beschreibung aussprechen – zu gehen. Wenn Sie zum Beispiel einen Kirchturm in der Landschaft sehen, atmen Sie einmal bewusst aus und wieder ein und sprechen dann das Wort „Kirchturm” mit dem zweiten Atembogen und hören sich dabei zu. „Kirchturm”... wie hört sich dabei Ihre Stimme für Sie an?

 

Und jetzt stellen Sie sich diese Abfolge für abstrakte Aussagen vor: Sie wollen in einer Besprechung melden, dass die Vorräte im Lager aufgebraucht sind. Stellen Sie sich das Bild von leeren Regalen vor, atmen Sie aus und wieder ein und lassen Sie dieses Bild mit Ihrer Stimme zu Klang werden: „Die Vorräte im Lager sind aufgebraucht.” So einfach ist der Ablauf in der Regel aber nicht. Unsere Gesprächspartner, die Gruppe, das Publikum beeinflussen uns. Was werden sie sagen, wen werden sie beschuldigen, welche Konsequenzen werden sich aus Ihrem Wortbeitrag ergeben? Vielleicht sprechen Sie leiser als angebracht, weil Sie kritische Reaktionen befürchten? Vielleicht kommen Sie patzig und vorwurfsvoll rüber? Ihr Blick auf die Sache, die Sie mitteilen wollen, wird durch Gefühle getrübt, die erst mal nichts mit der Beschreibung der Sache zu tun haben. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


03 Wie Sie Ähms besiegen und ihr Sprechen takten

 

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Ihr Sprechen getaktet ist? Wirkungsvolles Sprechen hängt ganz entscheidend davon ab, wann Sie etwas sagen und wie Sie die Zeit gestalten, die Sie haben. Dieses Phänomen scheint weitgehend unbekannt zu sein. Obwohl es so einfach ist, haben die wenigsten je davon gehört. Selbst viele medial sehr präsente und hochgestellte Persönlichkeiten quälen die Zuhörenden mit unzähligen „Ähms“ und unrhythmischen Wortaneinanderreihungen. Die Redenden stehen unter starker Anspannung und wollen liefern, ohne ihrem Körper dafür Zeit zu geben. Warum um alles in der Welt reden so viele immer schon los, bevor sie überhaupt wissen, was sie sagen sollen? Sie können es ab jetzt besser machen. Das Geheimnis liegt in der Wahrnehmung der Atmung beim Sprechen.

 

Stellen Sie sich ein Schwungrad vor, das Bewegungsenergie speichert und wieder abgibt. Ihr ausgestreckter Arm würde mit einer vollständigen Kreisbewegung so ein Schwungrad darstellen. Führen Sie Ihren Arm zunächst nach oben, als ob Sie einen Apfel vom Baum pflücken wollten. In dieser Position ist das Energielevel des gedachtes Schwungrades am höchsten. Sie symbolisiert den letzten Moment, bevor Sie einen Gedanken äußern oder einen Satz vorlesen. Nehmen Sie zum Üben einfach die Aussage: „Ich rede erst los, nachdem ich in Ruhe eingeatmet und überlegt habe.” Führen Sie jetzt Ihren Arm vor sich so langsam von 12 auf 6 Uhr, dass Sie am Ende des Satzes mit dem Arm unten auf 6 Uhr angekommen sind. Danach atmen Sie tief nach unten ein, so dass sich die Bauchdecke nach außen wölbt. Gleichzeitig führen Sie Ihren Arm hinter sich über 9 Uhr nach 12 Uhr und lassen ihn dort oben kurz ruhen. Dann führen Sie den Arm wieder vor sich über 3 Uhr in dem Tempo nach unten auf 6 Uhr, wie Sie sagen können:  „Wenn ich meinem Atem folge, gibt es keinen Grund für ein ,Ähm‘”. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


04 Wie Sie Ihren Fokus auf die ­Zuhörenden richten lernen


Während wir mit anderen oder vor Publikum sprechen, halten wir drei Elemente im Blick: Erstens unseren Stoff oder unser Thema, zweitens die Zuhörenden und drittens unseren eigenen Körper. Bei Stoff und Thema würden sicher die meisten sagen: Klar, ich denke beim Sprechen an die Dinge, von denen ich rede. Viele haben ja auch Aufzeichnungen oder Folien, die den Stoff strukturieren. Die Zuhörenden können aber viele parallel zum Reden nicht richtig wahrnehmen. Wie können wir die Menschen, die uns zuhören, wahrnehmen, sie zum Teil unserer Rede werden lassen, Ihre Bedürfnisse im Blick behalten und gleichzeitig konzentriert unsere Punkte vortragen?

 

Nutzen Sie hierzu schon die Zeit vor Ihrem Vortrag oder bevor Sie in der Gruppendiskussion an der Reihe sind, oder die Zeit, bevor Sie zu jemand hingehen und ein Gespräch beginnen. Überprüfen Sie Ihre Vorerwartung gegenüber der Situation, den Zuhörenden oder Gesprächspartnern. Wenn Sie mit einer positiven Sicht von sich selbst und den Zuhörenden in Redesituationen hineingehen, können Sie angstfrei den Überblick behalten, mutig Blickkontakt aufnehmen und die „Vibes”, also die Stimmung im Raum erspüren. Wenn Sie selbst einen Vortrag halten, eine Unterrichtseinheit leiten oder eine Gesprächsrunde moderieren, kommt Ihnen die fürsorgende Position zu. Die Gruppe ist nicht der feindliche Block, vor dem Sie sich beweisen oder schützen müssen. Während Ihrer Redezeit ist die Gruppe Ihnen anvertraut, und Sie können dafür sorgen, dass es den Zuhörenden gut geht. Aus diesem Blickwinkel heraus können Sie die Gruppe auch schon in der Vorbereitung Ihrer Redezeit wahrnehmen. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


05 Wie Sie eine tragfähige Stimme bekommen 


Ob Ihre Stimme kräftig und durchsetzungsstark oder schwach und zerbrechlich klingt, hängt von einem feinen Zusammenspiel Ihres Zwerchfells mit den Stimmlippen zusammen. Um Zwerchfell und Stimmlippen zu spüren, lehnen Sie sich mit beiden Händen gegen eine Wand und tun Sie so, als ob Sie die Wand wegdrücken wollten. Damit sich nun Ihr Oberkörper stabilisiert, verschließen die Stimmlippen im Kehlkopf Ihre Lungen, was Sie an einem kurzen „Hm” hören können. Unterhalb Ihrer beiden Lungenflügel sitzt das sogenannte Zwerchfell, Ihre Atemmuskulatur. Diese löst sich wieder, wenn Sie nicht mehr gegen die Wand drücken, was Sie daran merken, dass Ihr Bauch sich unterhalb des letzten Rippenbogens entspannt. Wiederholen Sie dieses Anspannen und Lösen ein paar Mal, bis Sie das Zusammenspiel zwischen Atemmuskulatur und Stimmlippenverschluss genau wahrnehmen können.

 

Jetzt spielen Sie Seemann, Matrosin oder Santa Claus und stoßen Sie ein paar kräftige „Ho, ho, ho’s” aus. Gehen Sie dabei mit Ihrem ganzen Körper kurz in die gleiche Spannung wie beim gespielten Wegdrücken der Wand. Das gleiche können Sie auch im aufrechten Sitzen machen und so tun, als würden Sie mit beiden Händen den Tisch wegschieben. Jetzt probieren Sie es mit „Hey, hey, hey”. Zur Bildung dieser kräftigen Laute sind Zwerchfell und Stimmlippen in eine ideale Position gegangen, die wir für das kraftvolle Sprechen übernehmen können. Ist unser Ruf, unser Wort oder unser Satz zu Ende, entspannt sich das ganze System wieder. Diesen Wechsel zwischen kurzer effektiver Anspannung und direkt folgender schneller Lösung können Sie immer wieder trainieren. Er stellt das entscheidende Training für eine tragfähige Stimme dar. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.

 

06 Wie Sie herausfinden, welcher Redecharaktertyp Sie sind


Wir alle sind von Grundveranlagungen geprägt, die bestimmte Rollen und Redestile besser zu uns passen lassen als andere. Mit dem Zielbild, „kraftvoll“ zu sprechen, ist ja keine kraftmeierische Redeform gemeint, sondern eine wirkungsvolle. Die Kraft offenbart sich in den Auswirkungen. Erst, wer bewirkt, was ihm oder ihr wichtig ist, redet mit natürlicher Autorität. Die Mittel dazu können und müssen, je nach Veranlagung, sehr unterschiedlich sein. Der eine umhüllt sein Publikum mit Charme und sanften Tönen, die andere mit energetischen Statements, die einschlagen wie der Blitz. Die eine Stimme ist rau und forsch und zieht die Freunde klarer Worte an, die andere weich und verhaucht und bezirzt die Fans blumiger Formulierungen.

 

Durch unsere Grundveranlagung tendieren wir selbst zu einem bestimmten Stil, mit dem wir uns wohlfühlen. Das heißt nicht, dass wir nicht auch andere Genres bespielen könnten. Aber die gute Nachricht ist, dass wir uns in keinem Fall entgegen unserem Naturell verbiegen müssen, um Menschen zu erreichen und für unsere Sache zu gewinnen. Ich arbeite in Rhetoriktrainings gerne mit Tiermetaphern, die frei gewählt und variiert werden können. Sie entsprechen selbstverständlich mehr den Klischees aus Film, Literatur und Phantasie, als den Tierarten selbst. Es geht hier nur um assoziatives Denken und um flexible Merkhilfen, um Tendenzen bei sich selbst und anderen zu erkennen und, wenn gewünscht, zu verstärken oder abzuschwächen. Nehmen wir zum Beispiel Löwin oder Löwe als Inbegriff von Stärke und Dominanz. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.

 

07 Wie Ihre Stimme mehr Klang­farben bekommt


Mit Ihrer Stimme steht Ihnen das großartigste und vielfältigste natürliche Instrument zur Verfügung, das die Weltgeschichte hervorgebracht hat. Sie können damit nicht nur im Umfang von im Durchschnitt 24 bis zu 48 Klaviertasten Ihre Tonhöhe verändern, sondern durch Obertonmodulation und Artikulationsgeräusche auch unendlich viele Klangfarben produzieren. Sprechen Sie einmal die Vokale a, e, i, o, u direkt nacheinander. Dann die Umlaute ä, ö, und ü. Was Sie als verschiedene Buchstaben wahrnehmen, sind Veränderungen der Obertonanteile ein und desselben Grundklangs. Hören Sie sich die Reibelaute f, s, sch etwas verlängert an oder verstärken Sie die Verschlusslaute p, t, k. Dann gehen Sie die Vollklinger m, n, ng durch sowie die Halbklinger l, j, r und das stimmhafte s und w durch. Was da in Ihrem Schädel alles schwingt, summt und brummt ist doch erstaunlich, oder?

 

Hoch, tief, laut, leise, metallisch, warm, nasal, kehlig: Probieren Sie alle Klangvarianten Ihrer Stimme immer wieder spielerisch aus. Halten Sie sich nicht zurück. Werden Sie wieder wie ein kleines Kind, das den ganzen Tag vor sich hin brabbelt, ohne zu wissen, dass es dadurch seine Artikulationsfähigkeiten schult. Haben Sie keine Scheu, neue Klänge und Rollen auszuprobieren. Füllen Sie in der Freizeit Ihre ganze Palette der Klangfarben auf, damit Sie auch noch unter Druck und Ablenkung an diese Facetten herankommen. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.

 

Ihre Formularnachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie haben folgende Daten eingegeben:

Jetzt E-Mail-Adresse eintragen und Probestunde ausmachen:

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingaben in den folgenden Feldern:
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

08 Wie Sie Ihre Stimme in heiklen Situationen einsetzen


Ein wirklicher Rhetorikprofi ist nur, wer auch in heiklen Situationen Ziele erreichen kann. Denn spätestens dort sind alle Schönredner mit ihrem Latein am Ende. Wer schafft es, mit Courage eine Situation zu entschärfen, die ohne Einschreiten eskaliert wäre? Die Polizistin, der es gelingt, einen Sprungwilligen auf einem Hochhausdach mit Worten von der Selbsttötung abzuhalten, ist ein beliebtes Krimi-Motiv. Aber wo ist der Rhetorikprofi am Rand des Spielplatzes, der die richtigen Worte findet, wenn die kleine Frieda dem kleinen Emil eins überbrät? Wo ist die Vorgesetzte, die ein Mitarbeitervergehen so ahndet, dass Respekt und Motivation im Unternehmen wiederhergestellt werden? Wo ist der Redner, der nach einem Unglück mehr als Phrasen für die entsetzte und trauernde Zuhörerschaft findet? 

 

Heikle Situationen sind auch der Prüfstein für Humorbegabte: Wer trifft den richtigen Ton, wenn eine unvorhergesehene, etwas peinliche Situation entsteht? Wer hier gelassen und heiter entschärfen kann, verdient wirkliche Bewunderung. Auch alle, die erfolgreich ihr Publikum zum Lachen bringen, ohne die angespannte öffentliche Meinung gegen sich aufzubringen, meistern eine Gratwanderung. Die Beispiele zeigen, dass rhetorische Leistungen in vielen Bereichen untrennbar mit persönlichem Wagemut verbunden sind. Wer nichts wagt und keine Risiken eingeht, dessen Sprechen bleibt in heiklen Situationen nur heiße Luft. Wer sich jedoch persönlich für eine Sache stark macht und aus dieser Risikoposition heraus mit exzellenten rhetorischen Fähigkeiten brilliert, kann Geschichte schreiben, Schicksale wenden und anderen zum Vorbild werden. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


09 Wie Sie Ihr eigenes Sprechen aktiv gestalten lernen


Viele fremdeln zunächst mit dem Gedanken, auf ihr eigenes Sprechen aktiv Einfluss nehmen zu wollen oder zu sollen. Aber eine wohlgeformte Rede zu halten ist durchaus zu vergleichen mit dem Malen eines schönes Aquarells. Es wird abgewogen, welcher Farbakzent an welcher Stelle die beste Wirkung erzielt. Das fertige Aquarell soll Freude machen, die Sicht des Malenden auf etwas darstellen und Emotionen ausdrücken und auslösen. Bei der kunstvollen Rede ist es nicht anders. Nur sprechen wir alle viel häufiger frei im Alltag, als dass wir wohlgesetzte Reden halten würden.

 

So nehmen wir das gesamte Repertoire an Sprechanlässen und Sprechsituationen in den Blick. Sprechen ist ein großer Teil unseres Lebens. Auf dieser Ebene bilden wir schon früh unsere Persönlichkeit heraus, verorten uns in der Welt der Beziehungen und profilieren unseren individuellen Stil. Im Gespräch erobern wir uns die Welt, erweitern unseren gedanklichen Horizont, genießen Humor und Lebensfreude, bauen Freundschaften und verlieben uns. Wir verhandeln unsere Möglichkeiten, schmieden Pläne und stimmen uns darüber ab, was als Nächstes zu tun ist. Ohne aktives Sprechen bliebe unser Leben verkümmert und chancenlos, jedenfalls zum großen Teil auf die Hilfe anderer angewiesen. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


10 Wie Sie den Flucht- und Kampfmodus überlisten


Die wenigsten Menschen können ihre Stimme beim Ablesen von Redemanuskripten so frei und schön klingen lassen, wie im angeheiterten Gespräch mit der besten Freundin, beim Flirt oder beim Streicheln eines süßen Tieres. Die meisten Stimmen klingen in diesen Situationen ganz ohne Zutun angenehm und facettenreich. Gehen Sie also davon aus, dass Sie schon jetzt viel lebendiger sprechen können, als dies die meisten Rednerinnen und Redner bis in die höchsten Ämter hinein öffentlich tun. Wenn Sie Ihre Stimme zusätzlich mit Übungen aus den vorigen Kapiteln regelmäßig trainieren, haben Sie Ihren Farbkasten gefüllt und alles parat, was Sie brauchen.

 

Warum aber geht das meiste dieser schönen Farben in den entscheidenden beruflichen und öffentlichen Situationen wieder verloren oder Sie bekommen den Klang-Farbkasten einfach nicht auf? Alles hängt davon ab, wie Ihr Organismus die Situation deutet. Ich sage bewusst Organismus und nicht Verstand. Viele berufliche oder öffentliche Redeaufgaben aktivieren bei uns Menschen ganz ähnliche Kampf-oder-Flucht-Reaktionen, wie Tiere sie angesichts von Bedrohungen erleben. Im Gegensatz zu den Tieren können wir Menschen zwar auch noch mit zitternder, kaltschweißiger Hand ein Redemanuskript halten und es mit brüchiger Stimme ablesen. Aber es wird uns außerordentlich schwer fallen, in diesem Zustand noch lebendig zu sprechen und zu überzeugen. Unser Organismus blockiert unser Zwerchfell, sobald dieses System einmal angeschaltet ist, und verhindert so eine solide Atemstütze für unsere Stimme. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


11 Wie Sie das öffentliche Sprechen lieben lernen


Wenn Sie diesen Transfer schaffen, lassen Sie die angenehmsten Gefühle in sich aufsteigen, an die sich Ihr Körper erinnern kann. Die schönsten Gespräche und Begegnungen, das Herumtollen mit den Kindern oder Ihrem Hund, Verliebtsein, ein ergreifendes Konzert oder eine tiefe religiöse Erfahrung: Alles, was für Sie dafür steht, genauso sein zu dürfen, wie Sie sind, und damit angenommen und geliebt zu sein. Jetzt führen Sie diese drei Felder zusammen: Ihren tiefen, langsamen und ruhigen Atem, die bevorstehende Redesituation und die angenehmsten Gefühle, an die sich Ihr Körper erinnert.

 

Zusätzlich zu dieser über einige Monate konsequent in den Alltag eingebauten Atemverankerung müssen Sie in den ersten Jahren der Umstellung einige Übtermine in Ihrem Kalender freihalten. Die meisten schaffen diesen Punkt nur, wenn sie sich dafür einen Coach buchen. Denn es wird zwar tagelang an den Folien einer Präsentation herumgebastelt, aber die eigentliche Redesituation wird davor nicht durchgeübt. Meiner Meinung nach ist das einer der fatalsten Fehler, der gerade aufsteigenden Führungskräften, Politikern und Lehrkräften immer wieder passiert. Alles wird penibel ausgearbeitet. Nur sich als ganzer Mensch, der einen Körper und Gefühle hat, auf das Kommende vorzubereiten, dafür bleibt keine Zeit und kein Raum. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


12 Wie Sie unkonventionell zum Ziel kommen


Manche denken, die Bühne und das Reden vor anderen wären einfach nichts für sie, sondern eher nur für Leute mit viel mehr Selbstbewusstsein und Dominanzstreben, als sie es selbst in sich tragen. Die gute Nachricht ist: es gibt ganz verschiedene Zugänge zur Bühne, zur Gruppe und zu Gesprächspartnern, nicht nur den starken und dominanten. Wie gesagt, kraftvoll sprechen heißt wirkungsvoll sprechen, und Wirkung erzielen auch humorvolle, kecke, charmant unterlegene Charaktere oder Menschen, die eine gute Gruppenatmosphäre und ein starkes Wir-Gefühl vermitteln können. Viele Übersehen ihre eigene Stärke im Reden, weil sie sich mit Alphatieren vergleichen und eingeschüchtert viel zu schnell das Feld den anderen überlassen. Dabei lieben die Menschen Rednerinnen und Redner, die sich trotz der inneren Aufregung etwas zu sagen trauen. Sie werden zu Identifikationsfiguren für andere, die selbst weniger selbstbewusst sind und sich aufgewertet sehen, wenn sozusagen jemand von ihnen auf der Bühne steht und sich mal etwas traut.

 

Die meisten Menschen wollen gar keine Heldinnen und Helden reden hören, sondern Menschen wie Sie und mich, die ganz normal und natürlich sind, aber etwas Abwechslungsreiches, Erfreuliches und Interessantes zu sagen haben und einfach sympathisch rüberkommen. Suchen Sie deshalb nicht mit Gewalt den Hochstatus und denken Sie nicht, Sie müssten zuerst ein unerschütterliches Selbstbewusstsein aufbauen, bevor Sie wirkungsvoll vor anderen reden können. Wenn Stärke nicht Ihr Ding ist, verlegen Sie sich einfach auf ganz andere Bereiche. Wichtig ist, dass Sie trotzdem Ihre ganze Energie einbringen. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.

 

13 Wie Sie eine gute Zuhör-­Atmosphäre schaffen


Herrscht im Saal oder im Besprechungszimmer ein Wir-Gefühl, lässt es sich viel leichter sprechen. Hahnenkämpfe, Parteiungen, Eitelkeiten und Empfindlichkeiten nerven die meisten Zuhörenden. Sie können als Rednerinnen oder Redner ein Wir-Gefühl fördern, anstatt die Zuhörenden zu spalten. Sobald Sie sich selbst als Teil der Gruppe beschreiben, haben Sie es leichter, zu den Menschen durchzudringen. Greifen Sie von Anfang an Themen auf, die den Zuhörenden unter den Nägeln brennen, aber nicht mit einem polarisierenden Lösungsvorschlag, sondern als Signal, dass Sie die anderen wahrnehmen. 

 

Beziehen Sie Ihr Publikum mit ein, in dem Sie durch aktivierende Fragen oder Beispiele zum Nachdenken anregen. Lassen Sie die Menschen spüren, dass sie wichtig sind und ernst genommen werden, und zeigen Sie Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen allen Zuhörenden auf. Vermeiden Sie tunlichst, als Selbstdarsteller rüberzukommen, orientieren Sie sich vielmehr an den urmenschlichen Bedürfnissen nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Es fällt schwer, Ihnen zuzuhören, wenn Sie den Eindruck vermitteln, dass Sie nicht das gesamte Publikum wertschätzen und ihm gegenüber kalt bleiben. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


14 Wie Sie Ihre Stimme an Technik und Akustik anpassen


Damit Sie auf lange Sicht viel Freude an der eigenen Stimme haben, verdient deren Einsatz im Alltag immer wieder Ihre Aufmerksamkeit. Wer viel gegen Nebengeräusche ansprechen muss, überlastet die Stimme häufig unbewusst. Auch elektronische Kommunikationsformen vom Telefon bis zur Videoschalte oder Bühnensituationen mit Mikrofon verleiten schnell dazu, immer ein bisschen zu viel zu geben, weil der Eindruck entsteht, man sei zu leise. Eine ideale Situation für die Einstellung zwischen Gehör und Stimmresonanz entsteht in Räumen wie einem Kammermusiksaal, in dem Obertöne angenehm von den Wänden widergespiegelt werden. Die meisten Räume sind aber akustisch entweder so trocken, dass Sie die Stimme als ungenügend erscheinen lassen, oder voller unangenehmer Reflektionen, die das Gehör irritieren und Gespräche sehr anstrengend machen.

 

Wenn Sie vor Publikum in ein Mikrofon sprechen, werden die Lautsprecher meist nur auf das Publikum gerichtet, und es gibt keinen extra Monitor-Lautsprecher, von dem aus Sie Ihre Stimme verstärkt hören könnten. Das Publikum würde Sie laut genug hören, wenn Sie normal sprechen, aber Sie selbst bekommen auf der Bühne den Eindruck, sie würden in dem großen Raum nicht durchdringen und überlasten Ihre Stimme. Der gleiche Effekt tritt oft beim Telefonieren und bei Videoschalten auf. Zwar können Ihre Gesprächspartner genau regeln, wie laut sie Ihre Stimme auf den Kopfhörern oder Boxen haben wollen. Sie selbst hören aber auf Ihren Lautsprechern nichts von Ihrer eigenen Stimme und sprechen deshalb oft angestrengter als bei Gesprächen in Präsenz. Weil Sie die Stimme der Gesprächspartner durch elektronische Übertragung hören, Ihre eigene aber nur im eigenen Raum und oft dazu noch von Kopfhörern gedämpft, lässt sie sich nicht so gut steuern und wird leichter heiser und überlastet. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.


15 Wie Sie Ihr Reden unverwechselbar machen


Es gibt unter den einflussreichen Rednerinnen und Rednern der Geschichte und Gegenwart die unterschiedlichsten Charaktere. Salbungsvolle oder penetrante, kämpferische oder friedvolle, leise und schlichte oder laute und krawallige. Manche haben Witz und Charme, andere sind stählern und kalt. Immer aber gibt es bei ihnen eine starke Wechselwirkung zwischen den Gefühlen des Publikums und der Theatralik auf der Bühne. Manche Einflussreiche sind sich ihrer Inszenierung stärker bewusst, andere agieren einfach eine Naturbegabung aus, ohne sagen zu können, warum das Publikum so stark auf sie reagiert. Liebe Leserin und lieber Leser, dieses Buch hat Ihnen Methoden aufgezeigt, mit denen sie üben und trainieren können, ein Publikum, eine Gruppe oder ein Gegenüber im Gespräch wirkungsvoll anzusprechen. Beim Erweitern Ihrer Gestaltungsmöglichkeiten merken Sie dabei bestimmt, dass Sie nicht alle Farben anwenden können, sondern immer passend auswählen müssen, was zu Ihnen und Ihrem Zielpublikum passt.

 

Mit viel Übung können Sie so eine vielseitige Rednerin oder ein facettenreicher Redner werden. Viel wichtiger als all die Möglichkeiten und die Abwechslung der Farben ist aber, dass Sie ihr ureigenes Profil schärfen und so markant erkennbar werden. Indem Sie sich trauen, mehr von Ihrer Persönlichkeit in Ihrer Stimme mitschwingen zu lassen, bahnen sie sich Wege zu den Zuhörenden, schaffen Nähe, Vertrauen, Interesse und Lust, Ihnen auch öfter und länger zuzuhören. Setzen Sie sich mit Ihrer eigenen Stimme so lange auseinander, bis Sie sich voll und ganz mit ihr identifizieren können. Erst wenn Sie merken, dass Ihr Stimmklang Ihre Gefühle und Botschaften authentisch in Klang verwandelt, haben Sie einen direkten Draht zu den Menschen, die Sie hören. Darin steckt ein großes Potenzial, und je mehr Erfahrung Sie mit dieser Direktheit sammeln, desto wirkungsvoller und zielgenauer können Sie diese einsetzen. > Hier gelangen sie zum vollständigen Text und zur Audioversion.

 

Ihre Formularnachricht wurde erfolgreich versendet.

Sie haben folgende Daten eingegeben:

Jetzt E-Mail-Adresse eintragen und Probestunde ausmachen:

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingaben in den folgenden Feldern:
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Hinweis: Felder, die mit * bezeichnet sind, sind Pflichtfelder.

Lernen Sie in nur 90 min 15  Trainingsschritte kennen, um Ihre Stimme und Ihr Sprechen voranzubringen.

 

Professionelle Atemtechnik, mit der Sie gesünder und kraftvoller leben, besser entscheiden, lieben und handeln können.

 

Ein Angebot von

Dipl.-Gesangspädagoge

Cornelius Beck
Zeppelinstraße 19

72119 Entringen

 

Sie erreichen mich unter 0157 / 36810993 (auch per SMS oder WhatsApp) oder

 info@stimmbildung.co. Für die Kontaktaufnahme gilt die Datenschutzerklärung unter www.stimmbildung.co/impressum & datenschutz