Regeln für Klavierbegleitung

 

1. Keep It Cool

Am Klavier zu begleiten ist eine der coolsten Sachen der Welt. Wenn du über die ersten Hürden hinweg gekommen bist, macht es einfach nur noch Spaß. Wenn du mal wo anderes bist, fragst du als erstes. „Wo steht das Klavier?!“ Und wenn das Klavierspielen dann von selbst läuft, denke daran, andere wichtige Dinge im Leben nicht ganz zu vernachlässigen. :)


2. Nur Akkordsymbole
Du brauchst zum Klavierbegleiten nur Akkordsymbole. Nur wenn du Sänger oder Gruppen begleitest, die die Melodie noch nicht sicher können, brauchst du Noten von der Melodie. Eine Kombination aus Melodie-Zeilen und Akkordsymbolen nennt man Leadsheet.


3. Nur 24 Akkorde zu lernen
Im Lauf der Zeit solltest du alle Akkordsymbole verstehen lernen und spontan auf der Tastatur finden. Es gibt nur 12 Tonhöhen für Akkordsymbole: C, C# bzw. Db, D, D# bzw. Eb, E, F, F# bzw. Gb, G, G# bzw. Ab, A, A# bzw. Bb und B (=H). Am häufigsten kommen C, D, E, F, G, A, Bb und H vor, aber wage dich auch zu allen anderen vor. Auf jeder der zwölf Tonhöhen gibt es die Dur-Variante oder die Moll-Variante des Dreiklangs. Das heißt, du musst insgesamt nur 24 Akkorde wissen, um alle Song dieser Welt in allen Tonarten begleiten zu können.


4. Akkord-Zusätze (Additionen) sind freiwillig
Hinter den Akkordsymbolen stehen ab und zu Zusätze. Der wichtigste ist das „m“ für Moll, z.B. „Cm“. Das „m“ musst du immer beachten. Alle anderen Zusätze, die bei normalen Pop-Titeln vorkommen, kannst du als Anfänger einfach ignorieren. Wenn du alle Akkorde sicher ohne Zusätze spielen kannst, kannst du dich, wenn du Lust hast, mit diesen Zusätzen beschäftigen. Im Pop kommen meist nur die 2 (oder auch 9 genannt), die "sus4", die 7 und die maj7 (für major, also große Septime) vor.


5. Für den Rhythmus brauchst du nur zwei Patterns
Während du aus den Akkordsymbolen ablesen kannst, welche Akkorde an welcher Stelle zu spielen sind, gibt es für den Rhythmus meist keine Angaben. Diesen musst du dir aus den Aufnahmen der Titel abhören. Es gibt dann ungefähr fünf Strickmuster (Patterns), die du für unterschiedliche Stile und Tempi anwenden kannst. Die wichtigsten sind Ballade und Groove. Später kommen z.B. Bossa Nova und Swing dazu.

 

6. Ein Begleitmuster für alle langsamen Stücke
Das Pattern „Ballade“ wendet man für alle langsamen Stücke an. Dabei spielt die linke Hand nacheinander Grundton, Quinte, None, Terz im tiefen Bereich des Klaviers (z.B. c, g, d und e). In der rechten Hand spielst du dazu einfach den Akkord oder die Melodie, oder aber die Melodie als oberste Note eines Dreiklangs.


7. Ein Begleitmuster für alle schnelleren Stücke
Das Pattern „Groove“ wendet man für alle mittelschnellen (medium) und schnellen (fast) Pop- und Rock-Titel an. Dabei übernimmt die linke Hand die Aufgabe von E-Bass und Base-Drum und die rechte Hand die Aufgabe von Gitarre und Snare. Spiele dabei in der linken Hand ausschließlich einstimmig, so wie der E-Bass auch immer einstimmig spielt. In der rechten Hand kannst du dann drei- oder vierstimmige Akkorde spielen.


8. Übe mit gleichbleibendem Tempo
Übe immer wieder zu einem Metronom, zu Drum-Loops (z.B. aus dem Internet oder einem Keyboard) oder zur Originalaufnahme. Stelle das Tempo so langsam ein, dass du bei schwierigen Stellen nicht rausfliegst. Werde nicht schneller bei den Teilen, die du schon kannst. Genieße das Rhythmusgefühl. Wenn beide Hände gleichzeitig noch nicht klappen, spiele das Stück mit einer Hand durch, z.B. nur den Bass oder nur die rechte Hand.


9. Improvisiere über Akkorde, die du schon kannst
Spiele immer wieder Stücke, die du schon kannst und bei denen du nicht mehr nach Tönen suchen musst. Probiere dabei neue Grooves, Tonlagen, Verzierungen und Wendungen aus. Erfinde neue Muster über den gleichen Akkorden. Damit kannst du Stunden verbringen und dich gleichzeitig entspannen!


10. Spiele zusammen mit anderen
Frage Instrumentalisten (z.B. Gitarre, Flöte, Saxophon, Geige etc.) oder Sänger an, ob du sie begleiten kannst. Das macht sehr viel Spaß und du kannst dabei lernen, auf die Atmung und Körpersprache der Solisten zu achten, damit ihr perfekt zusammen seid. Wenn du Gruppen beim Singen begleitest, musst du selbst durch deine Körpersprache, dein Atmen oder dein Mitsingen Signale senden, wann das Intro zu Ende ist, wann die Leute einsetzen sollen, wann die weiteren Strophen einsetzen und wie das Stück ggf. am Ende langsamer wird (Ritardando) und zum Ende kommt.

 

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